Viele Einflüsse bestimmen, ob jemand sein Sexualleben genießen kann. Die Beziehung muss stimmen, die Psyche ausgeglichen sein, Zeitpunkt und Umgebung müssen passen. Aber – nüchtern gesagt – bedarf es auch funktionsfähiger Geschlechtsorgane, gesunder Nerven und intakter Blutgefäße, um beim Sex Befriedigung zu erleben.
Patienten mit Diabetes haben durch ihre chronische Erkrankung häufig körperliche und psychische Handicaps, die dem Glück im Bett im Wege stehen. Viele leiden unter Folgeschäden an Nerven und Gefäßen. Andere müssen Nebenwirkungen von Medikamenten in Kauf nehmen. Die besonderen Anforderungen und Einschränkungen, mit denen der Alltag verbunden ist, strapazieren die Psyche. In diesem Umfeld entstehen leicht auch Störungen des Sexuallebens - kein Diabetiker ist mit solchen Problemen allein.
Frauen und Männer sollten ihre sexuellen Schwierigkeiten nicht zum Tabu machen, sondern frühzeitig und offen in der Partnerschaft darüber sprechen. Ein vertrauliches Gespräch mit dem Arzt ist der nächste Schritt, um den Weg zurück zu einem gesunden Liebesleben zu finden. Ist die Ursache erst einmal geklärt, gibt ein ganzes Spektrum von Therapien, mit denen den meisten Patienten geholfen werden kann.
Andrea Grill / www.diabetes-ratgeber.net;
04.04.2008, aktualisiert am 07.11.2011
Bildnachweis: iStock/Iurii Krycvenko
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